Leadgenerierung Agentur · B2B · DE & AT
Leadgenerierung Agentur:
gemessen an Neukunden, nicht an Leads
Die meisten Agenturen für Leadgenerierung versprechen Leads. Bezahlt werden Sie aber von Kunden. Newman Strategy plant Anzeigen auf Google, Meta und LinkedIn, bei passender Zielgruppe auch auf TikTok, dazu die gezielte Ansprache per Brief, und misst jede Maßnahme daran, was ein neuer Kunde kostet.
Eigene Auswertung, Oktober 2026
Was Agenturen für Leadgenerierung versprechen
Wir haben die Seiten von 21 Agenturen ausgewertet, die Google am 1. Oktober 2026 für „leadgenerierung agentur“, „b2b leadgenerierung agentur“ und „lead generierung agentur“ zeigt, in Deutschland und Österreich.
| Befund | Seiten | Anteil |
|---|---|---|
| Titel, Beschreibung und erste Überschriften nennen weder Kunden noch Aufträge noch Umsatz | 13 von 21 | 62 % |
| Wörter wie Leads, Anfragen, Termine kommen häufiger vor als Kunden, Aufträge, Umsatz | 18 von 21 | 86 % |
| Die Seite nennt Kosten je Lead | 9 von 21 | 43 % |
| Die Seite nennt ausdrücklich Kosten je Neukunde oder je Auftrag | 1 von 21 | 5 % |
| Die Seite nennt konkrete Preise | 3 von 21 | 14 % |
Über alle 21 Seiten kommen Wörter für das Ergebnis der Agentur (Leads, Anfragen, Kontakte, Termine) 3,2-mal so oft vor wie Wörter für das Ergebnis des Kunden (Kunden, Neukunden, Aufträge, Umsatz, Abschlüsse). Das ist kein Vorwurf: Leads lassen sich messen und abrechnen, Aufträge entstehen erst im Vertrieb des Kunden. Aber genau dort entscheidet sich, ob sich die Ausgabe lohnt.
Methode: Die rankenden Seiten wurden am 1. Oktober 2026 einmal abgerufen und automatisch nach festgelegten Wortlisten ausgewertet, Kopfbereich = Seitentitel, Meta-Beschreibung und die ersten drei Überschriften. Nicht ausgewertet wurden Vergleichsportale, Ratgeberseiten ohne eigenes Angebot, Seiten ohne lesbaren Text und Startseiten, wenn Google eine Unterseite zeigte (14 Seiten). Rohdaten, Prüfsummen und Wortlisten liegen bei uns und können auf Anfrage eingesehen werden.
Der Unterschied
Leads sind ein Zwischenergebnis, Kunden das Ziel
Ein günstiger Lead ist kein günstiger Kunde. Was zählt, ist die Rechnung bis zum Auftrag.
| Weg A | Weg B | |
|---|---|---|
| Kosten je Lead | 50 € | 100 € |
| Leads, die zum Termin werden | 12,5 % | 25 % |
| Termine, die zum Auftrag werden | 20 % | 20 % |
| Kosten je Neukunde | 2.000 € | 2.000 € |
| Gespräche für 10 Neukunden | 50 | 50 |
| Leads, die der Vertrieb dafür bearbeiten muss | 400 | 200 |
Beide Wege kosten je Neukunde gleich viel. Weg A sieht in einem Bericht über Leads doppelt so gut aus, kostet Ihren Vertrieb aber doppelt so viel Zeit. Deshalb steht in unseren Berichten zuerst die Zahl der Neukunden und was jeder gekostet hat, danach die Leads. Den Rechner dazu finden Sie im Beitrag Leadgenerierung im B2B.
So arbeiten wir
Vom Umsatzziel zur Kampagne
- Ziel in Neukunden festlegen. Wie viele neue Kunden sollen es im Quartal sein, und was darf einer kosten? Daraus folgt das Budget, nicht umgekehrt.
- Kanal nach Ihrer Nachfrage wählen. Google Ads, wenn Ihre Kunden schon suchen. Meta, wenn sich die Zielgruppe gut beschreiben lässt. LinkedIn, wenn Sie Entscheider nach Funktion, Branche und Unternehmensgröße erreichen wollen. TikTok, wenn Ihre Zielgruppe dort unterwegs ist. Briefansprache, wenn es um wenige, wertvolle Geschäftskunden geht.
- Vorher festlegen, was zählt. Welche Anfrage ist brauchbar, welche nicht? Das steht schriftlich fest, bevor die erste Anzeige läuft.
- Rückmeldung aus dem Vertrieb. Für jeden Kontakt halten wir fest, ob daraus ein Gespräch und ein Auftrag wurde. Ohne diese Rückmeldung lässt sich nur auf Leads optimieren.
- Monatlicher Bericht in Neukunden. Zuerst Neukunden und Kosten je Neukunde, dann Gespräche, dann Leads. Was sich nicht rechnet, wird umgestellt oder beendet.
Die Grenzen
Wofür wir nicht der Richtige sind
- Wenn niemand die Anfragen innerhalb weniger Tage nachfasst. Dann verfallen auch gute Leads.
- Wenn Sie Leads in großer Zahl kaufen und weiterverkaufen wollen.
- Wenn ein Auftrag so wenig wert ist, dass schon die Kosten eines Gesprächs den Deckungsbeitrag übersteigen.
- Wenn Kaltanrufe oder Massenmails ohne Einwilligung Teil des Plans sind.
Wie sich Leadgenerierung in die gesamte Kundengewinnung einordnet, steht im Beitrag Neukundengewinnung im B2B. Die Briefansprache im Detail beschreibt die Seite Kaltakquise-Agentur, Lead-Formulare auf Facebook und Instagram der Beitrag Meta Lead Ads.
FAQ
Häufige Fragen zur Leadgenerierung Agentur
Was kostet eine Agentur für Leadgenerierung?
Offen nennen das wenige Anbieter. In unserer Auswertung von 21 Agenturseiten standen nur bei 3 konkrete Beträge, zum Beispiel Betreuungskosten zwischen 960 und 25.000 Euro im Monat oder ein Richtwert von etwa 3.000 Euro. Dazu kommt das Werbebudget. Entscheidend ist nicht der Monatspreis, sondern was ein neuer Kunde am Ende kostet.
Was ist ein guter Preis pro Lead?
Das hängt davon ab, wie viele Leads zu Aufträgen werden. Ein Lead für 100 Euro, von dem jeder vierte zum Termin und jeder fünfte Termin zum Auftrag führt, ergibt 2.000 Euro je Auftrag. Ein Lead für 50 Euro mit halb so guter Quote ergibt 4.000 Euro. Deshalb rechnen wir in Kosten je Neukunde.
Garantieren Sie eine Anzahl Leads?
Nein. Eine Zahl an Leads lässt sich leicht erreichen, indem man die Anforderungen senkt. Wir vereinbaren stattdessen vorher, was als brauchbarer Kontakt zählt, und berichten jeden Monat, wie viele Gespräche und Aufträge daraus entstanden sind und was ein Neukunde gekostet hat.
Welche Kanäle nutzen Sie für die Leadgenerierung?
Google Ads, wenn Ihre Kunden schon aktiv suchen. Anzeigen auf Meta, wenn sich die Zielgruppe gut eingrenzen lässt. LinkedIn, wenn es um Entscheider in bestimmten Funktionen und Branchen geht, TikTok, wenn Ihre Zielgruppe dort unterwegs ist. Und die gezielte Ansprache per Brief, wenn es um wenige, wertvolle Geschäftskunden geht. Telefon und E-Mail ohne Einwilligung nutzen wir nicht.
Wie schnell kommen die ersten Anfragen?
Über Google Ads meist in den ersten Tagen nach dem Start, über Meta innerhalb der ersten Wochen, über Briefe wenige Tage nach dem Versand. Ob sich ein Kanal rechnet, zeigt sich erst, wenn aus den Anfragen Aufträge werden, also je nach Verkaufszyklus nach einigen Wochen bis Monaten.
Ist Leadgenerierung in Österreich anders als in Deutschland?
Bei Anzeigen und Formularen kaum, hier gilt die DSGVO in beiden Ländern. Beim Nachfassen schon: In Österreich braucht ein Werbeanruf auch bei Unternehmen eine vorherige Einwilligung (§ 174 Abs. 1 TKG 2021), in Deutschland genügt im B2B eine mutmaßliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG).
So starten Sie
Was kostet Sie ein Neukunde?
Nennen Sie uns Ihr Angebot, den durchschnittlichen Auftragswert und wie viele Neukunden Sie im Quartal gewinnen wollen. Wir sagen Ihnen unverbindlich und ohne Kosten, welcher Weg sich rechnet und was ein Neukunde voraussichtlich kostet. Rechnet es sich nicht, sagen wir Ihnen auch das.
Anfrage ↗Hinweis: Die Preisangaben anderer Anbieter stammen von deren Seiten, abgerufen am 1. Oktober 2026. Die Angaben zur Rechtslage sind keine Rechtsberatung.